Autos aus Eisenach vom Dixi zum Wartburg

 

1896 wurden die Dixi Automobilwerke AG Eisenach von Heinrich Ehrhardt als Fahrzeugwerke Eisenach gegründet, 1898 gab es die ersten Kutschwagen nach französischem Vorbild

 


1898 "Wartburg-Motorwagen", Modell I, nach französischer Lizens, 2 Zylinder, 479 ccm, 3,5 bis 4 PS, 50 km/ h

 


1899 "Wartburg-Motorwagen"
wassergekühlter Zweizylinder-Motor im Heck, 764 ccm, 5 PS bei 1000 U/ min, 40 km/ h

 

 

 

1902 Sieg im ersten internationalen Rennen Paris-Wien,
neuer Markenname "DIXI" 
(lat. Ich habe gesprochen)

 


1902 "Dixi-Landaulett"
Zweizylinder-Viertakter, 2460 ccm, 16 PS, 40 km/ h,
Zweisitzer für Landärzte, Frontscheibe

 

 

 

1904 sieben verschiedene Typen von 8,5 bis 32 PS


1904 "Dixi Typ T 7"
Einzylinder-Viertakter, 1240 ccm, 8 PS, 1350 U/ min, 40 km/ h, Zweigang, Diferential- und Achsantriebs-Block

 


1904 "Dixi Typ S 12"
Vierzylinder-Viertakter, 3456 ccm, 20 PS, 1200 U/ min, 
65 km/ h, Tropfölschmierung, Holzspeichen

 

 

 


1905 "Dixi Typ U 35"
Vierzylinder-Viertakter, 6800U ccm, 40 PS, 1100 U/ min, 
80 km/ h, Rechtslenckung, Schaltung außen

 

1907 Beginn der Lastwagenproduktion

 

 

 


1908 "Dixi Typ T 14"
Zweizylinder-Motor, 1520 ccm, 16 PS, 40 km/ h, Kardanwelle, Innenbackenbremse, Röhrenkühler

 


1911 "Dixi Typ S 16", Tourenwagen
mit Vierzylinder-Motor, 3300 ccm, 30 PS, 55 km/ h, geschlossene Fahrgastkabine, Holzspeichenräder, abnehmbare Felge

 

 

 


1912 "Dixi Typ S 16", Sportzweisitzer 
mit Vierzylinder-Motor, 3300 ccm, 32 PS, 65 km/ h, Vierganggetriebe, verschiedene Karosserien 
auf gleichem Chassis

 


1913 "Dixi Typ R 10"
Vierzylinder-Motor, 2078 ccm, 24 PS, 75 km/ h, Paralelltypen "R8", "R9", "R12" gleiche Chassis, ähnliche Karosserien, 
Batterie auf Trittbrett

 

 

 


1914 "Dixi Typ R 8", Sportzweisitzer
Vierzylinder-Motor, 1588 ccm, 14 PS, 65 km/ h, Druckumlaufschmierung, Außenbackengetriebebremse, Innenbackenbremse auf Hinterräder

 

1921 Übernahme des Werkes duch die Gothaer Waggonfabrik, zum Markennamen kommt nun das Symbol des laufenden Centauers

 

 

 


1925 "Dixi Sechssitzer", großer Sportwagen 
mit Sechszylinder-Motor, 3557 ccm, 60 PS, 85 km/ h, 
nur Einzelstückherstellung, Vierradbremse

 

1928 populärster Erfolgswagen, die Austin-Lizens 3/ 15


1928 "Dixi Roadster", Zweisitzer-Sportwagen
mit Sechszylinder-Reihenmotor, 2330 ccm, 60 PS, 90 km/ h, Hinterradantrieb, Stahlscheibenräder

 

 

 

 

1929 Angliederung an die Bayrischen Motorenwerke AG, neue Bezeichnung BMW-Dixi, BMW-Wartburg, BMW. Neue Sechszylinder mit 1,2 bis 3,5 l Hubraum werden entwickelt

 


1929 "BMW Dixi Typ 3/ 15"
Vierzylinder-Motor, 748 ccm, 15 PS, 75 km/ h, Kurbelwelle in zwei Wälzlagern, Hinterradantrieb, Dreiganggetriebe angeblockt

 

 

 


1930 "BMW Dixi Typ 3/ 15"
Austin-Lizenz mit Vierzylinder-Motor, 748 ccm, 
15 PS bei 3000 U/ min, 75 km/ h
Von diesem Typ wurden 25000 Wagen gebaut

 


1931 "BMW Wartburg"
Sportkleinwagen Vierzylinder-Motor, 788 ccm, 18 PS, 75 km/ h, vorn Schwingachse, Querblattfeder, Dreiganggetriebe, Kugelschaltung

 

 

 


1931 "BMW-Wartburg", Sportwagen
 788 ccm, 18 PS, 75 km/ h, Mechanische Vierradbremse, Handbremse auf Vorderräder, Fußbremse auf Hinteräder

 


1932 "BMW AM 4"
Limousine oder Cabriolet Vierzylinder-Viertaktmotor, 800 ccm, 20 PS, 80 km/ h, Hinterradantrieb, Bereifung 4.50 x 17

 

 

 


1933 "BMW Typ 303" Limousine 
mit Sechszylinder-Reihenmotor, 1173 ccm, 30 PS, 95 km/ h, Stahlscheibenräder (Bereifung 5.25 x 16), Vierganggetriebe

 


1937 "BMW Typ 321"
Sechszylinder-Reihenmotor, 1971 ccm, 45 PS, 115 km/ h,zwei synchronisierte Gänge, ab 1939 vorn angeschlagene Türen

 

 

 


1938 "BMW Typ 327"
Sportwagen, Sechszylinder-Reihenmotor, 1971 ccm, 55 PS, 125 km/ h, Kurbelwelle in vier Gleitlagern, Motor gummigelagert, 
1. u. 2. Gang im Freilauf

 


1938 "BMW Typ 328"
Sportcoupe-Zweisitzer mit Notsitz, Sechszylinder-Reihenmotor, 1971 ccm, 80 PS bei 4500 U/ min, 150 km/ h, Ölkühler, Wasserpumpenkühlung

 

 

 

VEB Automobilwerk Eisenach

1945 das Werk ist zu mehr als 60% zerstört (16000 Kubikmeter Schutt, 8000 Tonnen Trümmerschrott), die PKW-Produktion soll auf Befehl der SMAD wieder aufgenommen werden, Neuaufbau des Werkes als Teilbetrieb der SAG Awtowelo
Fertigung des Typ 321 und des Motorrades R 35 aus Trümmerteilen
1949 Produktionsanlauf des Typs 340-2
1952 das Werk wird volkseigener Betrieb und nimmt kurzzeitig den Frontantriebswagen F9 aus Zwickau in Produktion

 


1949 "EMW 340"
Sechszylinder-Zweilitermotor, 55 PS, 120 km/ h, Synchrongetriebe, 1.u.2. Gang mit Freilauf, 11,5l/ 110km
letzter Eisenacher Wagen mit Trittbrett

 

 

 


1955 "Wartburg 311" Limousine 
mit Dreizylinder-Zweitakt-Frontmotor, 900 ccm, 37 PS bei 4000 U/ min, 115 km/ h, Frontantrieb, Sperrsynchronisierung im 2. u. 4. Gang

 


1956 "Wartburg 311 Kombi" 
Dreizylinder-Zweitaktmotor, 900 ccm, ab 1962 mit 992 ccm, 45 PS bei 4200 U/ min, 105 km/ h, Zweitaktgemisch jetzt 1:33

 

 

 


1958 "Wartburg 312 Camping" - Limousine
ab 1962 mit 992 ccm, ab 1965 Schraubenfedern, vorn Doppelquerlenker, hinten Schräglenker,
Bereifung jetzt 6.00 x 13

 


1957 "Wartburg 313 Sport"
Roadster-Cabriolet mit Dreizylinder-Zweitaktmotor, 900 ccm, 50 PS bei 4500 U/ min, 140 km/ h, Motor wiederum vor, Getriebe hinter der Vorderachse

 

 

 


1958 "Wartburg 311 Cabriolet"
mit -Zweitakt-Frontmotor, 900 ccm, 37 PS, 2/ 2 Sitze, Klappverdeck, versenkbare Seitenscheiben, Bereifung 5.90 x 15, Lenkstockschaltung

 


1967 "Wartburg 353"
Dreizylinder-Zweitaktmotor, 992 ccm, 45 PS bei 4200 U/ min, 130 km/ h, Schraubenfedern, Zweikreisbremssystem, wartungsfreies Kühlsystem und Fahrwerk

 

 

 


1970 "Wartburg 353 Tourist"
5 Türen wie Limousine Dreizylinder-Zweitaktmotor, 992 ccm, 50 PS bei 4500 U/ min, 140 km/ h, vollsynchronisiertes Getriebe, Bereifung 6.00 x 13 oder 165 SR 13, Stahlblechschiebedach, Schalensitze

 

Ab 1975 gab es den Wartburg 353 W bei dem man noch am ehesten von einer Weiterentwicklung sprechen konnte (techn. Details)
1983/ 84 kam als weiteres Modell der "Trans" - ein Pick up mit einer Ladefläche von 2,2 Quadratmetern hinzu 

 

 

 

12. Oktober 1988 Serienanlauf 
des Wartburg 1.3 mit VW-Lizensmotor 
und Einstellung der Produktion des 353

 


1988 "Wartburg 1.3 Limousine"
Vierzylinder-Ottomotor, stehend quer zur Fahrtrichtung, 1272ccm, 43 KW/ 58 PS bei 5500 U/ min, in den Ausführungen Limousine, Tourist und Trans 

 

 

 

10. April 1991 der "Letzte" Wartburg 1.3 verläßt die Endmontage, der drittälteste deutsche Automobilproduzent beendet die Autoproduktion.

 

 

 

 

 

Fotoquelle:  Hans Löffelholz: Bildserie "Automobile gestern und heute", Der Deutsche Stassenverkehr 4/ 1979 - 10/ 1979

 

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